varmeco Philipp Rabsch

varmeco GmbH & Co. KG
Planung und Projektierung

Philipp Rabsch: Ansichten eines Bufa-Absolventen

Mittwoch, 3. Februar 2010 um 13.45 Uhr in der Aula

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  • Forum 2010 6stellte sich und seine Firma kurz vor
  • berichtete von wissenschaftlichen Projekten während seines Studiums an der FH Münster
  • gab Einblicke in den Projektierungsalltag
  • zeigte Kurioses von Handwerkern und Planern
  • beantwortete Fragen und stand zur Diskussion zur Verfügung

„Meidinger – FORUM! - Informationen und Gespräche rund um die BUFA" . Am 3. Februar 2010 begrüßte der Schulleiter der Heinrich-Meidinger-Schule Karlsruhe, Herr Studiendirektor Lothar Walter, zum fünften Mal in Folge einen Absolventen der Technikerschule. Die Vorträge dieser seit 2005 fest etablierten Veranstaltungsreihe (Zusammenfassungen auf unserer Internetseite) sollen es durch authentische Einblicke in die Praxis des beruflichen Alltags Lehrenden wie Lernenden ermöglichen zu erkennen, dass die Heizungs- und Sanitärbranche wie alle Wirtschaftsbereiche einerseits stark von Forschung und Entwicklung und andererseits in einem hohen Maße auch von der Umsetzungskompetenz der Ausführenden abhängt.

Dem entsprechend waren die Erwartungen hoch und die Aula dicht besetzt, hatte sich doch unter Fachschülern wie Lehrern herumgesprochen, dass zum ersten Mal ein Absolvent der Sanitärtechnik mit einem zusätzlichen Studium an der Fachhochschule Münster berichten würde.

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Philipp Rabsch, 30 Jahre alt, erläuterte zunächst seinen beruflichen Werdegang. Nach einer Lehre als Gas-/Wasserinstallateur und drei Jahren Gesellenzeit in einem bekannten Karlsruher Betrieb begann er an der Bundesfachschule die Weiterbildung zum staatlich geprüften Sanitärtechniker, die er im Sommer 2005 erfolgreich abschloss. Zum Wintersemester schrieb er sich an der FH Münster im Diplomstudiengang „Energie – Gebäude – Umwelt" ein – der aus seiner Sicht letztmaligen Gelegenheit vor Einführung des Bachelor-Abschlusses. Er entschied sich damit bewusst gegen die Möglichkeit der sogenannten zweiten Fachrichtung, wie sie an der Bundesfachschule angeboten wird, nämlich einem Abschluss als staatlich geprüfter Sanitär- u n d HLK-Techniker. Das Studium an der FH Münster musste er jedoch im 6. Semester wegen der hohen Anforderungen, vor allem in Mathematik und Chemie, abbrechen und ist seit November 2008 als Sanitärtechniker in der Frischwasser-Planung tätig.

Rabsch betonte, dass die an der Bundesfachschule erworbenen Planungs- und Projektierungs-Kenntnisse es ihm ermöglicht hätten, an wissenschaftlichen Projekten als studentische Hilfskraft mitzuarbeiten, so zum Beispiel an der Untersuchung des Ausspülverhaltens nach DIN EN 997 oder der hygienischen Untersuchung verschiedener Stockwerksinstallationen, wobei er den Zuhörern Einblick in Tabellen und Diagramme gab.

Danach sprach Rabsch über seine jetzige Tätigkeit bei varmeco GmbH & Co. KG. So sei der stets fett gedruckte Firmenname ein Wort der Esperanto-Plansprache, das auf Deutsch ‚Wärme' bedeute. Die Firma mit Hauptsitz in Kaufbeuren und einem Einzugsgebiet bis nach Österreich und der Schweiz verstehe sich als „Spezialist für das intelligente Wärmemanagement". Drei Projekte ermöglichten den Zuhörern einen kurzen Blick in Planung und Ausführung – die hygienische Sanierung des Klinikums Fulda mit einem Spitzen-Volumenstrom von 1.370 l/min, ein Mehrfamilienhaus in Karlsruhe und die Sanierung einer Bäckerei in Korntal mit Wärmerückgewinnung aus Backöfen.

Mit besonderen Erlebnissen aus seinem beruflichen Alltag, die er unter „Kurioses von Handwerkern und Planern" zusammenfasste, beendete Philipp Rabsch seinen Vortrag und beantwortete einige Fragen der Zuhörer.

Studiendirektor Lothar Walter hob in seinem Schlusswort als eigentliche Botschaft des Vortrags hervor, dass die praxisorientierte Technikerausbildung an der Bundesfachschule Karlsruhe der geeignete Weg sei und sich ein zweiter Abschluss in der jeweils anderen Fachrichtung wohl eher als ein Studium empfehle.

Er bedankte sich bei Herrn Rabsch mit einem Durlacher Wein und den Worten, „Ich habe mich beschränkt auf das, was wir wissen und was wir können ..." und einem in unseren Werkstätten sorgfältig von Hand hergestellten Weinflaschenhalter, „ ... gewiss jenseits aller DIN-Norm, aber er funktioniert!"

Der abschließende Stehempfang gab Fachschülern wie Lehrern Gelegenheit zur lebhaften Diskussion.

 

Text: Johanna Leine
Fotos: Volker Merdian