hein.h1Dirk Hein
PGMM Schweiz AG
Teamleiter Gebäudetechnik

Dirk Hein: Vom Bufa-Absolventen zum global versierten Teamleiter Gebäudetechnik

„Grüezi und uf Wiederluege!"
Der Wahl-Schweizer und Senkrecht-Starter Dirk Hein berichtet über seine Arbeit als Projektmanager

Montag, 16.Februar 2009 13.45 Uhr in der Aula

PGMM Schweiz AG
Teamleiter Gebäudetechnik

Forum 09 016„Meidinger – FORUM! - Informationen und Gespräche rund um die BUFA" . Am 16. Februar 2009 konnte der Schulleiter der Heinrich-Meidinger-Schule Karlsruhe, Herr Studiendirektor Lothar Walter, zum vierten Mal in Folge einen Absolventen der Technikerschule für die etablierte Informationsveranstaltung für Lehrer und Schüler gewinnen und begrüßen. Wie bereits bei den vorangegangenen Veranstaltungen (wir berichteten auf unserer Internetseite) sollten auch heuer die grundlegenden Intentionen des Forums mit den Wünschen des Auditoriums wirksam vernetzt werden.

Menschen, die sich mutig auf unbekanntes Terrain wagen, die bereit sind, Barrieren jedweder Couleur – sei es zu Lande, zu Wasser, mit Sprache oder im Kopf – zu überschreiten, stehen zu Recht im Mittelpunkt unseres Interesses. So auch der ehemalige BUFA-Schüler Dirk Hein, 28 Jahre jung, der nach seiner Ausbildung zum Zentralheizungs- und Lüftungsbauer im Jahre 2006 als staatlich geprüfter HLK- und Sanitärtechniker die Fachschulausbildung erfolgreich abschloss und mit der Zusatzqualifikation zum Betriebswirt des Handwerks sinnvoll ergänzte.

Weit gefehlt zu glauben, Dirk Hein habe sich damit zufrieden gegeben! Nein, Neugier und stetiges planvolles Vorwärtsstreben sind Charakteristika seiner Persönlichkeit – und so bewarb er sich 2006 um ein Stipendium des Landes Baden-Württemberg in Großbritannien als Trainee für Design (Planung) und Contract Management, verbunden mit einem Intensivsprachkurs. Nun also – so der Präsentator – sollte er in einer Firma in Brighton zuständig sein für die Planung der Gebäudetechnik HLKS, die Ausarbeitung von Submissionen und schließlich sogar für das Führen von Haustechnikbesprechungen – und dies alles auf Englisch!

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Mehr als anschaulich gelang es Hein, den Zuhörern ein Bild davon zu vermitteln, wie hart ihn das „Kaltwasser-Sprachbad" ankam (mit einem Augenzwinkern auf seine „ausreichenden" Englischkenntnisse an der Bufa verweisend), welche Mühe es ihn kostete, die Sprechblockade zu überwinden (nach zwei Wochen, endlich!), um letztlich doch zunehmend Sicherheit in der Fremdsprache und parallel dazu in der Persönlichkeitsentwicklung zu gewinnen. Dabei seien dann doch die wesentlich lockerere britische Arbeitsweise mit den 2-stündigen unwiderruflichen Unterbrechungen zwecks „Teatime", die sehr entspannte Kooperation der Teammitglieder mit Gratisintegration des Neuen beim abendlichen Pub-Besuch („Nach dem dritten Pint läuft´s mit Englisch wie geschmiert...!") außerordentlich hilfreich gewesen.

Es seien die Spracherfahrungen „on the job" gewesen, so Hein, die ihm anschließend die Türen zum Arbeitsmarkt weit geöffnet hätten, denn immerhin habe er auf sämtliche Bewerbungen in der Schweiz nur Zusagen erhalten. Englisch als Zweitsprache im Beruf des Technikers HLKS werde zunehmend wichtiger und sei bei der Involvierung in Großprojekte ein absolutes „Must", da auf dem globalen Markt beispielsweise sämtliche Fachunterlagen auf Englisch erstellt würden.

Ja, und wie kam es nun, dass Hein, heute Teamleiter/stellvertretender Bereichsleiter/ Projektmanager bei dem Schweizer Unternehmen PGMM AG (Medizinalplanung, Planung Gebäudetechnik, Immobilienmanagement) in Winterthur, überhaupt in die Schweiz ging? Es seien, so expliziert Hein, zum einen seine internationalen Erfahrungen und Interessen, zum anderen aber auch die positive Arbeitsmarktlage, das hohe Prestige der Schweiz und nicht zuletzt der monetäre Aspekt gewesen, die ihn zu diesem Schritt motiviert hätten. Und diesen Schritt habe er bis heute nicht bereut – schließlich gehöre das renommierte Unternehmen bereits zu den TOP 10 der Schweiz, mit dem Bestreben, es innerhalb eines kleinen Zeitfensters unter die TOP 3 zu schaffen.
Die PGMM Schweiz AG mit Niederlassungen in Deutschland profiliere sich mit ihren Dienstleistungen und namhaften Referenzen als Unternehmen, das bewusst auf Teamarbeit im Projektmanagement setze. So werde mittels corporate communications, gleichsam als Fundament allen Handelns nach innen und außen, alle zwei bis drei Monate ein neues firmenrelevantes Logo erarbeitet und gestaltet. Das derzeit aktuelle Motto laute „Zukunft bewusst gestalten - ´teamkompetent´". Damit werde zugleich ein Grundprinzip der Planung von Projektabläufen – Risikoidentifizierung, Risikobewertung, Einleitung von Gegenmaßnahmen – realisiert: Bei der Teamzusammenstellung sei es, so Hein, seine ureigene Aufgabe als Projektleiter, den Faktor Mensch mit allen seinen Facetten vital zu berücksichtigen. Schließlich stehe und falle der Erfolg eines Projektes mit der Homogenität des Teams.

Hein präsentierte dabei eindrucksvoll die Referenzobjekte seines Unternehmens:

  • Sanierung des Terminals am Flughafen Zürich ab März 2009 mit einem Volumen von 50 Mio SFR für die Gebäudetechnik
  • Neubau des Stadions Wankdorf in Bern, bei dem PGMM für die Fachbauleitung Heizung/Kältetechnik, die Gesamtplanung Lüftung sowie die Teamkoordination Gebäudetechnik verantwortlich zeichne.
  • Projektleitung durch Dirk Hein beim Bau des Obergerichts des Kanton Zürich mit einer Bausumme Gebäudetechnik von 12 Mio SFR und der Realisierung eines Energiekonzepts „Kühlung mit Wärmepumpe und Free-Cooling."

Mit seinen markanten Beispielen illustrierte der Präsentator deutlich, mit welcher Bandbreite an Dienstleistungen PGMM aufgestellt ist: von der integralen Planung der Gebäudetechnik mit 3-D-Planung von Projektabläufen über die Entwicklung von effizienten Energiekonzepten, Lösungen für Wärme-, Kälte-, Klima-, Raumluft, Wasser-, Abwasser-, Elektro-, Steuer- und Regelungstechnik bis hin zur generellen Betriebsoptimierung.

Hinsichtlich solch eines umfassenden Leistungsspektrum mache es, so Hein in seinem Fazit an die Schüler, mehr als Sinn, den Abschluss in beiden Fachrichtungen sowie interkulturelle Kompetenzen zu erwerben, damit man auf internationalem Parkett agieren könne.

In der anschließenden Fragerunde erläuterte Hein, dass er sich von Anfang an berufliche Meilensteine (Projektleiter1 in zwei Jahren) gesetzt habe. Diesen Aspekt von Selbstkompetenz halte er für äußerst wichtig bei der Karriereplanung.

Hinsichtlich des Erfolgs auf globaler Ebene unterstrich er nochmals die Bedeutung der Fremdsprachenkompetenz („Jede Dialogübung mitnehmen!") sowie der Sozialkompetenz („Wie gehen wir miteinander um?"/ "Wie stelle ich ein erfolgreiches Team zusammen?"). Ein Fach wie Betriebliche Kommunikation leiste diesbezüglich einen essenziellen Qualifizierungsbeitrag. Der Präsentator erklärte sich auf ausdrücklichen Wunsch aus dem Publikum gerne bereit, zeitnah den Besuch von Technikerklassen bei PGMM Winterthur zu ermöglichen.

Dirk Hein wurde für seine informativen und anschaulichen Ausführungen mit großem Applaus bedacht. Der Schulleiter bedankte sich mit einem im Hause gefertigten Gastgeschenk im Namen von Kollegen und Schülern bei Dirk Hein, der sich trotz hohen Arbeitsaufkommens die Zeit genommen habe, die Forumsveranstaltung fundiert zu gestalten. Darüber hinaus bekundete Herr Walter auch bescheidene Genugtuung, dass Hein bestätigt habe: Die BUFA ist auch unter globalen Aspekten auf dem richtigen KURS!

Beim entspannt-unterhaltsamen Ausklang im Aula-Foyer nutzten alle Zuhörer rege die Möglichkeit zum Gedankenaustausch („face-to-face communication").

Und – last but (really) not least – zum erquicklichen small talk auf Englisch mit der charmanten und sprachlich versierten Ehefrau des Präsentators.

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Was bleibt zum Schluss zu sagen?

„"Uf Wiederluege in Winterthur – ä Funk uffs Natel längt, un mir kumme gärn in d´Schwyz, gäll??!!

Text: Daniela Mandel
Fotos: Lothar Walter