axima logoThomas Beer
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Niederlassung Karlsruhe
Niederlassungsleiter

Thomas Beer: Vom Bufa-Absolventen zum erfolgreichen Niederlassungsleiter

„Zeit, dass sich was dreht....."

beer 28-03-2007 01Thomas Beer referiert über die Tätigkeit des Projektleiters und Unternehmers in einem kernprozessorientierten Unternehmen

Mittwoch, 28.März 2007 13.45 Uhr in der Aula

„Meidinger – FORUM! – Information und Gespräche rund um die Bufa": Mit dieser neuen Plattform für den Dialog im Lern- und Erfahrungsdreieck Bundesfachschule (Ort der Lehre und des Lernens) – Wirtschaft (Ort des transferierten Lernens) – Fachschulabsolventen (Wissens- und Erfahrungsträger) lud die Schulleitung der Heinrich-Meidinger-Schule Karlsruhe am 28. März den ehemaligen Schüler der Technikerschule, Herrn Thomas Beer, Niederlassungsleiter der Firma Axima GmbH, Niederlassung Karlsruhe, zu einer Informationsveranstaltung für Lehrer und Schüler in die Aula.

beer 28-03-2007 08Wie bereits bei der Erstveranstaltung 2005 (wir berichteten auf unserer Internetseite) bestanden auch hierbei die mit dem Forum verbundenen Intentionen darin, aus den authentischen Informationen eines Fachschulabsolventen relevante Aspekte und Perspektiven sowohl für die derzeitigen Schüler und deren berufliche Zukunft abzuleiten wie auch der Reflexion der Lehrenden über die Standortbestimmung der Fachschulbildung aktuelle Rückmeldungen und Impulse zu geben.

Ja, wenn einer vom Realschüler zum „Musterschüler" (Abschluss mit Bestnote und Buchpreis!) der Bundesfachschule (1990-1992) und dann auch noch über die Stationen des Projektleiters und Verkaufsingenieurs zum Niederlassungsleiter eines renommierten Unternehmens avanciert, dann hat er wahrlich etwas zu erzählen!

beer 28-03-2007 19Zeit, dass sich was dreht" – so betitelte Thomas Beer seine Präsentation und meint damit, dass „Einfachheit und Vernunft" sowie Kreativität und Mut Basis erfolgreichen Planens und Handelns zu sein hätten.

Mit seiner ersten Impulsfrage „Projektmanagement: alter Hut oder heiße Ware?" stellte Beer den Kern des Projektmanagements dar: Unterschiedliche Organisationsstrukturen mit unterschiedlichen Zielsetzungen treffen aufeinander und dabei ist es Aufgabe des Projektleiters, „alles in der Balance zu halten", insbesondere auch für Arbeitssicherheit vor Ort zu sorgen.

Dibeer 28-03-2007 28e Anforderungen durch Kunden, Gesetzgeber und Lieferanten müssten koordiniert werden, wobei technischer, kaufmännischer und logistischer Bereich ständig in ihrer Parallelität zu berücksichtigen seien. Und dabei nun müsse der Projektleiter die unverzichtbare Fähigkeit besitzen, Grundbedürfnisse und Kernprozesse der Kunden zu (er-)kennen und mit dieser Kenntnis die jeweils adäquaten, d.h. individuell auf den Kunden zugeschnittenen, Systeme abzuleiten. „Heiße Ware" sei genau dies – die Ziele der Kunden zu eruieren, weshalb ein Eckpfeiler erfolgreichen Managements die exakte Grundbedürfnisanalyse zu sein habe, was wiederum nur durch mutiges, gezieltes und hartnäckiges (Nach-) Fragen zu erreichen sei. Mit prägnanten und vitalen Beispielen illustrierte der Präsentator, wie es ihm/der Firma Axima gelungen sei und immer wieder gelingen müsse, mit möglichst geringem Einsatz an menschlicher Energie, natürlichen Ressourcen und finanziellen Mitteln Kunden und das eigene Unternehmen „höchstoptimiert" ins Ziel zu führen.

Mit einem weiteren Beispiel zur zweiten Impulsfrage „Normierungen: Ideenkiller oder Meer der Kreativität?" veranschaulichte Beer einsichtig, wie durch kritische Betrachtung von Normen, durch Aufklärung und Standortbestimmung des Kunden eine individualisierte Systemplanung ermöglicht worden sei und dadurch negative Auswirkungen blinder Normengläubigkeit, wie z.B. steigende Unterhalts- und Betriebskosten, abgewendet werden konnten. Ein Projekt, so abzuschließen, dass Kernprozesse und Grundbedürfnisse des Kunden bedient und die Interessen des eigenen Unternehmens gewahrt würden, sei oberstes Gebot für den Projektleiter und Unternehmer.

beer 28-03-2007 35Mit seiner Impulsfrage Nummer drei: „Ein Unternehmen in unserer Branche – Handwerksbetrieb oder doch wesentlich mehr?" führte Beer schließlich zur Synthese seiner Betrachtungen. Der zukunftsfähige Projektleiter und Unternehmer müsse Umweltbewusstsein („Agieren kostet weniger als reagieren."), Prozessorientierung („Prozess bedeutet auch Umwandlung von Energie.") und Beratungskompetenz („Der Fragende führt!") für jegliche Zielerreichung bündeln.

So werde insbesondere ersichtlich, dass Entscheidungen eines Projektleiters oder Unternehmers nachhaltig in Umwelt und Kundenstrukturen wirkten. Und eben dies wiederum mache die Betriebe der Branche zu höchst attraktiven Partnern und Arbeitgebern.

Mit dem Appell an die anwesenden Schüler, das an der Heinrich-Meidinger-Schule erworbene Grundwissen fortwährend zu erweitern, um entsprechend umfassend kompetent zu werden, beschloss Thomas Beer seine aufschlussreichen und mit ansteckender Vitalität präsentierten Ausführungen.

beer 28-03-2007 42In der anschließend eröffneten Fragerunde erläuterte der Referent, dass die an der BUFA umfassend geförderte „Planungsintelligenz" besonders positiv zu bewerten sei. Zur aktuellen Standortbestimmung des Technikers stellte Beer fest, dass dieser in den ausführenden Unternehmen einen hohen Stellenwert genieße: Breit gefächertes Wissen, hoher Praxisbezug, solide Allgemeinbildung und gute Voraussetzungen im kaufmännischen Bereich würden sehr geschätzt.

Der Schulleiter, Studiendirektor Lothar Walter, bedankte sich bei Herrn Beer, der mit seinem Werdegang bewiesen habe, dass die Zusammenschau verschiedener an der BUFA erworbener Kenntnisse die Grundlage dafür biete, später auch kreativ verändernd tätig sein zu können. Damit sei auch jeder der anwesenden Schüler eingeladen, später selbst als Referent an die Schule zurückzukehren.

Nach einem „Gruppenbild mit Beer" – der Präsentator inmitten seiner früheren Lehrer/Innen – wurde beim lockeren Ausklang der Veranstaltung im Aula-Foyer die Möglichkeit zum Gedankenaustausch rege genutzt.

Text: Daniela Mandel
Fotos: Johanna Leine