imtech-logo bJürgen Gladitsch
Imtech Deutschland
Niederlassung Karlsruhe
Projektleiter

Vom Bufa-Absolventen zum erfolgreichen Projektleiter
„Wenn einer Karriere macht, dann kann er (et-) was erzählen..."

Jürgen Gladitsch

  • referiert über seine Arbeit im Projektmanagement
  • berichtete über seine berufliche Entwicklung vom Zeichnerlehrling zum Projektverantwortlichen
  • gewährte Einblicke in Projektplanung und Projektsteuerung
  • zeigte und erläuterte besondere technische Details und Lösungen
  • beantwortete Fragen, gab Auskunft und stand zur Diskussion zur Verfügung

gladitsch-1„Meidinger – FORUM! – Information und Gespräche rund um die Bufa": Mit dieser neuen Plattform für den Dialog im Lern- und Erfahrungsdreieck Bundesfachschule (Ort der Lehre und des Lernens) – Wirtschaft (Ort des transferierten Lernens) – Fachschulabsolventen (Wissens- und Erfahrungsträger) lud die Schulleitung der Heinrich-Meidinger-Schule Karlsruhe am 2. März den ehemaligen Schüler der Technikerschule, Herrn Jürgen Gladitsch, Projektleiter der Imtech Deutschland, Niederlassung Karlsruhe, zu einer Informationsveranstaltung für Lehrer und Schüler in die Aula.

Die mit dem Forum verbundenen Intentionen bestanden insbesondere darin, aus den authentischen Informationen eines Fachschulabsolventen relevante Aspekte und Perspektiven sowohl für die jetzigen Schüler und deren berufliche Zukunft abzuleiten wie auch der Reflexion der Lehrenden über die Standortbestimmung der Fachschulausbildung aktuelle Impulse zu geben.

Herr Gladitsch leitete seine Präsentation ein mit einer Skizzierung der wichtigsten Stationen seiner beruflichen Vita, die ihn über die Ausbildung zum Technischen Zeichner zunächst zur Firma ROM und dann zur Bundesfachschule führte, die er 1993 als Staatlich Geprüfter Techniker abschloss. Danach (und bis heute immer noch) arbeitet Gladitsch bei der Firma Imtech Deutschland, Niederlassung Karlsruhe, und dies seit seiner einjährigen Zusatzausbildung zum zertifizierten Projektmanagementfachmann (2002/2003) als Projektleiter mit umfassenden Kompetenzen und Verantwortlichkeiten. Hierbei machte der Referent deutlich, dass diese Qualifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement (GPM), die ein hohes Maß an Selbstkompetenz erfordere, sehr begehrt sei, da sie aufgrund erhöhter Fach- und Teamkompetenz die Chancen auf dem Arbeitsmarkt wesentlich vergrößere.

gladitsch-2Mit einer umfassenden Unternehmenspräsentation der Imtech Deutschland, die 2002 aus den Firmen ROM und Rheinelektra entstand, stellte Gladitsch die herausragende Bedeutung des Unternehmens im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung dar, dessen Spektrum über Life-Cycle-Management, die Ausführung mechanischer und elektrotechnischer Infrastruktur bis hin zu Brandschutz und Gebäudeautomation sowie zahlreichen Spezialgebieten reiche. Dimension des Unternehmens, Gesamtumsatz, zahlreiche nationale und internationale Standorte sowie die Darlegung abgeschlossener respektive derzeitiger Projekte untermauerten die Unternehmensbedeutung. Sogenannte „Focus-Projekte" seien beispielsweise die Ausführung einer Fahrtwindanlage für die Daimler-Chrysler AG Sindelfingen oder die Ausführung von Multifunktionsgebäuden wie das Caterpillar Motorenwerk in Kiel.

Über die mit solchermaßen breit gefächerten Aufgabenbereichen verbundenen technisch-logistischen Kompetenzen, die eine enorme Herausforderung für jeden einzelnen Mitarbeiter darstellten, leitete Gladitsch über zum Thema Projektmanagement als aktuelle Form der Arbeitsorganisation. Aufgrund seiner mannigfaltigen Erfahrungen als Projektleiter konnte der Präsentator dem Publikum authentisch und trotz des begrenzten Zeitrahmens sehr informativ Inhalte, Phasen Strukturpläne, Ablaufpläne und Gesamtorganisation im Bereich Projektmanagement sowie erforderliche Ausgangskompetenzen der involvierten Mitarbeiter aufschlussreich darstellen und erläutern. Ausgehend vom sogenannten „magischen Dreieck" (Einsatzmittel und Kostenmanagement + Ablauf- und Terminmanagement + Qualitätssicherung mit Projektfortschrittskontrolle) gelang es ihm, mit anschaulichen Beispielen und Folien alle für die Abwicklung eines Projektes relevanten Führungselemente deutlich und lebendig werden zu lassen. Besonderen Wert legte Gladitsch bei seinen Ausführungen auf die Bedeutung von Kommunikations- und Sozialkompetenz beim Projektmanagement. Fairer Umgang miteinander, offene Zusammenarbeit, die persönliche Verpflichtung zu Problemkommunikation und konstruktivem Konfliktmanagement, der unbedingte Respekt vor allen Mitarbeitern nachgeordneter Ebenen, die Anerkennung von Mitarbeiterleistungen – all dies seien nur einige Beispiele für notwendige Eckpfeiler funktionierender Personalführung und Kooperation bei der Projektarbeit, die letztlich einzig aus dem produktiven Zusammenspiel aller „Rollen" heraus gelingen könne.

gladitsch-3In der anschließend eröffneten Fragerunde erläuterte der Referent unter anderem, dass ihm für sein Berufsleben zentrale Ausbildungsinhalte an der Bufa wie eigenständige Projektarbeiten, Inhalte der Fächer Lüftungstechnik und Physik, Fremdsprachenvermittlung sowie Inhalte des damaligen Faches „Mensch im Betrieb" (heute: Betriebliche Kommunikation) besonders dienlich gewesen seien. Aus seiner Sicht seien Inhalte des Faches Kältetechnik noch erweiterbar. Ebenso sei aufgrund internationaler Unternehmensstandorte die Bedeutung der Fremdsprachenkompetenz (Englisch) erheblich gestiegen.

Mit Hinweisen zum beruflichen Einsatzspektrum künftiger Bufa-Absolventen beschloss Gladitsch seine für alle Anwesenden aufschlussreiche und kurzweilige Präsentation.

Der Schulleiter, Herr Lothar Walter, bedankte sich auch im Namen des Kollegiums und der Schüler bei dem Referenten, der sich trotz enormer Arbeitssauslastung zur Gestaltung dieser Forumsveranstaltung bereit erklärt hatte.

Beim lockeren Ausklang der Veranstaltung im Aula-Foyer wurde die Möglichkeit zum weiteren Gedankenaustausch rege genutzt.

So konnten insgesamt die „Ein- und Aussichten eines Bufa-Absolventen", wie die Veranstaltung angekündigt war, nicht nur dazu beitragen, die Ansichten der Zuhörer zu erweitern und zu differenzieren, sondern auch die folgende Erkenntnis des Physikers Albert Einstein untermauern: „Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und Leistung."

Text: Daniela Mandel-Müller
Fotos: Johanna Leine